China zeigt sich erbost über Nordkoreas Atomtest
By Matthias on Mai 26, 2009 in Politik
Bisher war vielleicht nicht unbedingt als beste Freunde bekannt. Das Verhältnis zwischen China und Nordkorea war jedoch weitgehend entspannt und wenigstens ansatzweise freundlich. Der Atomtest hat jedoch – ähnlich wie im Rest der Welt – eine ordentliche Abkühlung herbeigeführt. Diese könnte nun dazu führen, dass die Regierung in Beijing allmählich die Geduld verliert bei all den Machtspielchen, die Nordkoreas Kim Jong-il in den vergangenen Monat auf Kosten der Weltgemeinschaft gespielt hat.
Bisher hatte die chinesische Regierung immer wieder betont, dass nicht Sanktionen, sondern Gespräche die richtige Lösung für das vorherrschende Problem seien. Dieser Standpunkt hätte für den nordkoreanischen Diktator im Grunde absehbar sein müssen. Denn Chinas Bande zum Westen wächst und gedeiht. Die Rolle als Schutzmacht für den kommunistischen Nachbarstaat wird die Volksrepublik kaum noch aufrechterhalten wollen.
Auch die Tatsache, dass China im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche seit inzwischen sieben Jahren die Rolle des Gastgebers einnimmt, bringt eine Parteiergreifung mit sich. Immerhin geht es in diesen Gesprächen um die Abrüstung Nordkoreas. Nun könnte China möglicherweise die Position als größter Handelspartner und Energielieferant ausspielen, um Kim Jong-il zur Räson zu bringen.
Wenn ich mir das ganze Geschehen in Nordkorea so angucke, dann frage
ich mich als Europäer ernsthaft, wenn die das so weiter durchziehen, dann bleibt es nicht beim Versuch, dann sprengen die noch irgendwas richtig in die Luft.
Klaus | Jun 3, 2009 | Reply