Zuviel Schweinefleisch in China
By Matthias on Mai 18, 2009 in Politik
Medienberichte haben bekanntlich überall einen enormen Einfluss auf die Verhaltensweise von Verbrauchern, die ihren Konsum durchaus weitgehend auf die Berichterstattung in seriösen Medien ausrichten. Das hat zur Folge, dass die Schweinegrippe-Meldungen das Einkaufsverhalten der Chinesen beeinflusst hat. Erst vor einem Jahr waren die Lebensmittelpreise gravierend gestiegen, als Konsequenz aus den steigenden Fleischpreisen erhöhten Bauern in der Volksrepublik in großem Stil die Produktion von Schweinefleisch.
Und genau dies hat nun durch die Angst vor dem Schweinegrippe-Virus H1N1 zum einem Einbruch der Nachfrage geführt. Überproduktion belastet nun die Landwirte, die auf Hilfe vom Staat pochen und wohl auch zu recht hoffen. Um rund 30 % ist der Bedarf an Schweinefleisch im Vorjahresvergleich gesunken. Möglich ist nun ein umfangreiches Einkaufs-Vorhaben der Regierung, die den Bauern das Schweinefleisch abkaufen könnte.
Zumindest für den Fall, dass sich der derzeitige Preisverfall im aktuellen Jahresquartal fortsetzen sollte. Als realistischer Zeitpunkt wird bereits der Juni gehandelt. Schon jetzt gibt es Empfehlungen der Regierung in Beijing an die Bauern, die Produktion von Schweinefleisch einstweilen zu stoppen, um einen Einbruch der Preise nicht zusätzlich zu fördern.
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