Lhasa soll moderner werden
By Matthias on Mrz 17, 2009 in Politik
Neuer Sprengstoff wird höchstwahrscheinlich durch die aktuellen Meldungen aus China entstehen. Dabei geht es um die Pläne, die die Regierung in Peking angeblich laut der Zeitung mit den vier großen Buchstaben hegt. Statt die Bedürfnisse der Menschen in Tibet zu hinterfragen und diese ernst zu nehmen, plant man angeblich derzeit umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen für die tibetische Hauptstadt Lhasa. Ein moderner Anstrich soll her.
Dabei ging die Kritik in Richtung China in den vergangenen Jahren vor allem dahin, dass Peking zu wenig unternehme, um historische Bauten, Denkmäler und Gebäude zu schützen und für die Nachwelt zu bewahren. Nun soll Lhasa also zeitgemäß renoviert werden. Ein weiterer Kritikpunkt von Denkmalschutz-Experten aus aller Welt: Die zunehmende Ansiedlung der Han-Chinesen lässt die ethnische einzigartige Population der Stadt verloren gehen.
Immer weniger Tibeter stehen immer mehr chinesischen Einwohnern gegenüber. Aus Sicht der Partei in der chinesischen Hauptstadt sind die kritischen Stimmen unberechtigt. Immerhin habe man mit den Maßnahmen dafür gesorgt, dass die vormals von Armut gebeutelte Region sozial besser dastehe als noch vor wenigen Jahren. Gerade im Umfeld des 50. Jahrestages des Tibet-Aufstandes ist dieses Thema nicht wenig heikel.
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