China gegen Christie’s: Stärkere Kontrollen geplant
By Matthias on Feb 26, 2009 in Sonstige News
Was es heißt, die Rechnung ohne den Wirt gemacht zu haben, darf nun das bekannte Auktionshaus Christie’s mit erleben. Im Rahmen der Nachlass Verwaltung des verstorbenen französischen Designers Yves Saint Laurent hatte der langjährige Lebensgefährte des Modemoguls das Haus Christie’s mit der Versteigerung vieler wertvoller Gegenstände beauftragt. Darunter auch zwei chinesische Figuren, die man in Verwaltungsstelle für Kulturerbe in Peking nur zu gerne wiedergehabt hätte.
So heißt es, die beiden Figuren seien vor rund 150 Jahren durch koloniale Besatzer entführt worden und seien somit Beutekunst, die eigentlich nationales Eigentum Chinas zusteht. Doch trotz des Protestes und juristischer Schritte kamen die Tierköpfe zur Versteigerung nach richterlichem Beschluss. Nun wird die Auktion für das Auktionshaus nicht unerhebliche Konsequenzen bedeuten. Die Behörden wollen ab sofort bei der Ein- und Ausfuhr von Kulturgut durch Christie’s nun weitaus genauer hinschauen als bisher.
Denn schon früher habe es zahlreiche Versteigerungen von ähnlichen Gegenständen gegeben, die irgendwann aus China geschmuggelt wurden. Das aktuelle Geschehen ist für China ein klarer Verstoß gegen Konventionen der internationalen Gemeinschaft. Angesichts sagenhafter Rekordeinnahmen wird man die Drohung bei Christie’s einstweilen wohl nur mit halben Ohr wahrnehmen.
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