China will Uiguren-Auslieferung bei Guantanamo-Schließung
By Matthias on Jan 22, 2009 in Politik
Mit soviel politischer Bewegung hatte der neue US-Präsident vielleicht auch nicht unbedingt gerechnet, als er bereits während des Wahlkampfes ankündigte, möglicherweise das kubanische US-Internierungslager in Guantanamo Bay schließen wollen nach seinem Amtsantritt. Nun mischt sich die chinesische Regierung, die nach Obamas Kommunismus-Kritik sicher nicht unbedingt von Start des US-Präsidenten in die amerikanisch-chinesischen Beziehungen begeistert sein wird, in die Debatte ein.
Sollte es wirklich zur Schließung des Gefangenenlagers auf Kuba kommen, drängt Peking auf die umgehende Auslieferung aller uigurischen Insassen vor Ort. Um immerhin 17 Uiguren geht es dabei. Die Regierung stellt sich mit ihrem Gesuch strikt gegen die Möglichkeit, die Gefangenen eventuell in ein anderes Land zu überstellen, so eine Meldung des Außenministeriums.
Ganz unproblematisch ist diese Forderung in Richtung USA nicht gerade, denn Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Gefangenen in ihrer Heimat nicht mit offenen Armen oder den Konventionen entsprechenden Maßnahmen aufgenommen werden. Amnesty International und andere Beobachter befürchten, dass den Uiguren Folter und Misshandlungen widerfahren werden nach ihrer möglichen Überstellung.
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