Steht China der Öko-Kollaps bevor?


Dieser Frage sehen sich viele Umweltexperten derzeit in der Volksrepublik ausgesetz. Selbst dem letzten Optimisten ist in China vermutlich inzwischen bewusst geworden, welche Gefahren für die Natur des riesigen Landes drohen, wenn nicht endlich ein Umdenken in Gang gesetzt wird. Während vor allem die wirtschaftlichen Entwicklungen und das wichtige staatliche Konjunkturprogramm in der Öffentlichkeit diskutiert werden, wächst in vielen Bereichen der Widerstand gegen die Maßnahmen, die für ein langsameres Wachstum sorgen könnten. Eigentlich steht der Umweltschutz inzwischen weit oben auf der Liste der Prioritäten. Doch schon jetzt fordern die Vertreter etlicher Provinzen von der Regierung die Schaffung von Sonderbestimmungen und Sondererlaubnissen, damit sie dennoch wie gewohnt am Wachstum arbeiten können, ohne in zu hohem Maße die Umwelt dabei im Blick haben zu müssen. Umweltschonendes Wachstum – das scheint bisher nur sehr bedingt mit Chinas Wachstumsidealen zu vereinbaren zu sein. Noch immer sind viele Unternehmen ohne Weiteres dazu bereit, zum Wohle hoher Erträge die heimische Umwelt in vielen Teilen des Landes zu opfern, ganz gleich, welche Konsequenzen auf lange Sicht darauf resultieren können.

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