China lernt den Abschwung kennen – Angst greift um sich


Die Krise führt vielen Menschen in China erstmalig vor Augen, dass es in wirtschaftlicher Hinsicht nicht immer nur besser werden kann. Doch gerade für die jungen Arbeitnehmer in der Volksrepublik ist die Lage mehr als ungewohnt, kannten sie vielfach bisher doch ausschließlich den Fortschritt und beruflichen Erfolg, nun bekommen sie am eigenen Leib zu spüren, was Flaute und Krisenstimmung bedeuten. Nach gut 30 Jahren im steten Aufstiegsmodus und zuletzt gut fünf Jahren mit zweistelligen Wachstumszahlen müssen viele erfolgsverwöhnte Berufstätige nun einsehen, dass es Stagnation und Abschwung auch in China gibt. Das macht sich auch bei der Jobsuche bemerkbar. Gehälter sinken, die Zahl der Bewerber auf eine freie Stelle nimmt weiterhin zu. Das sind die Konsequenzen der westlichen Ausrichtung. Auch fordern immer mehr entlassene Arbeitnehmer Abfindungen und Hilfen vom Staat, bisher ein eher ungewohntes Bild in der Volksrepublik. Wer die Vorteile haben möchte, muss irgendwann auch die negativen Seiten kennen lernen. Und dennoch: Verglichen mit vielen anderen Finanzmärkten wie den USA und etlichen europäischen Leidensgenossen steht China wirtschaftlich noch immer deutlich besser da. Schon allein die finanziellen Reserven betreffend.

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