China sagt Gipfeltreffen kurzfristig ab
By Matthias on Nov 27, 2008 in Politik
“Mit uns nicht”, so heißt es derzeit in China. Gewarnt und gebeten hatte die Regierung in Peking Europa schon seit einiger Zeit, dass man doch besser auf Treffen mit dem Oberhaupt der tibetischen Buddhisten, dem Dalai Lama, verzichten solle. Doch Frankreichs Präsident Sarkozy wollte sich nicht von China vorschreiben lassen, mit wem er Gespräche führen darf. Die Konsequenzen muss nun die EU in ihrer Gesamtheit tragen. Das Außenministerium der Volksrepublik China hat einerseits großen Unmut über die allgemeine Politik der EU in der Tibet-Frage verurteilt. Darüber hinaus sagte Peking nun den geplanten EU-China-Gipfel ab. Explizit macht man Sarkozy für das Scheitern verantwortlich, der auf den Termin für Vier-Augen-Gespräche am 6.Dezember dieses Jahres mit dem Dalai Lama auch China zuliebe nicht verzichten will. Nach der Absage des EU-China-Gipfels macht Peking vor allem den französischen Präsident Sarkozy für das Scheitern verantwortlich. Dass der französische Ministerpräsident auf einem Treffen beharrt, entziehe dem Treffen zwischen China und der EU jedwede atmosphärische Grundlage. So könne man die gewünschten Ergebnisse nicht erreichen. Sarkozy selbst hatte bereits ebenfalls seine Teilnahme am Gipfeltreffen ab dem kommenden Montag zurückgezogen.
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