China fordert von Staaten Verzicht auf Dalai Lama-Treffen
By Matthias on Nov 21, 2008 in Politik
Für sich selbst hat die Volksrepublik bzw. wenigstens die Regierung des Landes weitere Gespräche mit dem Dalai Lama oder seinen Vertretern in Tibet für die Zukunft ausgeschlossen. Eine Autonomie der Region ist aus chinesischer Sicht schlicht schon rein historisch undenkbar, und vermutlich in noch stärkerem Maße unerwüscht. Nun fordert Pekings Regierung erneut Staatschefs ausländischer Nationen dazu auf, sich nicht auf Treffen und Gespräche mit dem Oberhaupt der tibetischen Buddhisten einzulassen und dem Dalai Lama vielleicht sogar den Rücken zu stärken. Aus dem Außenministerium ist nochmals bekannt gegeben worden, dass man sich ausnahmslos und kategorisch gegen jedwede separatistische Tätigkeit des Dalai Lama im Ausland verwehrt und Treffen vonseiten anderen Regierungsvertreter ausdrücklich für unerwünscht hält. Damit wendet sich die Regierung Chinas direkt an den Präsidenten Frankreichs, der für den diesjährigen Nikolaustag ein Treffen mit dem Dalai Lama in Polen in seinem Kalender stehen hat. Insbesondere als derzeitiger Ratspräsident möchte man ein solches Treffen zwischen Nicolas Sarkozy und dem tibetischem Oberhaupt lieber nicht sehen und weist auf eine mögliche Gefährdung der Beziehungen zwischen China und Frankreich bzw. der EU hin. Ob Sarkozy sich die rhetorische Pistole auf die Brust legen setzen, muss sich nun zeigen.
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