Menschenrechtsprobleme wegen Umsiedelungsplänen
By Matthias on Nov 18, 2008 in Politik
Mittlerweile sitzt Ny Yulan, die bekannte Menschenrechtsaktivistin seit mehr als einem halben Jahr in China in Haft. Der Grund für ihre Verhaftung war ihr fortwährendes Engagement gegen die Anwohner-Vertreibung aus den geschichtsträchtigen Stadtteilen der Metropole Peking durch die Behörden der Regierung Chinas. Auch ihr eigenes Haus sollte zerstört werden, wogegen sich die Aktivistin erwartungsgemäß auflehnte. Seither sitzt sie nun in Untersuchungshaft, die ihr körperlich und psychisch nach Aussage ihres Anwaltes Hu Xiao heftig zugesetzt hat.
Während die Aktivistin nun darauf wartet, dass der Prozess gegen sie beginnt, kündet ein Zettel am Haus der Inhaftierten inzwischen davon, dass die Zerstörung des Wohnraumes nun stattfinden soll, während die eigentliche Bewohnerin im Gefängnis sitzt und sich selbst nicht wehren kann gegen die staatlichen Maßnahmen. Die Frist für die Räumung ist mit Ende der letzten Woche abgelaufen. schon einmal –im Jahr 2007 – war die Aktivistin ins Gefängnis gekommen, weil sie sich gegen die Pekinger Stadtplanung und die zwangsweise Umsiedelung der Anwohner mit anderen Aktivisten stark gemacht hatte. Nun hat Ni selbst vermutlich kein Haus mehr, sollte sie nach dem Prozess auf freien Fuß kommen. Damit rechnen jedoch wohl weder sie noch ihr juristischer Vertreter.
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