China zeigt Bereitschaft für Treffen mit tibetischem Oberhaupt


Obwohl die Gespräche zwischen den Vertretern der chinesischen Regierung und dem Dalai Lama bislang immer wieder vor allem von Erfolglosigkeit auf der ganzen Linie gekrönt waren, zeigt man in China erneut Bereitschaft, sich mit dem buddhistischen Oberhaupt zusammenzusetzen und darüber zu sprechen, inwieweit die politisch brisante Lage in der tibetischen Grenzregion entspannt werden kann. Kritiker sehen in den Ankündigungen in gewisser Weise einen Affront, denn erst am vergangenen Wochenende hatte der im Exil in Nordindien lebende Dalai Lama kundgetan, er habe keine große Hoffnung mehr auf Fortschritte bei den Verhandlungen.
Nach den Meldungen aus China rief der geistliche Führer aller tibetischen Buddhisten eine Sondersitzung im indischen Dharamsala ein, zu dem Exiltibeter aus der ganzen Welt anreisen werde. In diesem Umfeld will man beraten, wie die weiteren Verhandlungen aussehen könnten. Sollten die Gespräche wieder aufgenommen werden, könnte dies ein wichtiger Schritt sein nach den heftigen Unruhen aus dem zurückliegenden Frühjahr zwischen tibetischen Demonstranten und dem chinesischen Militär. Dass die Regierung in China der Forderung nach kultureller und religiöser Unabhängigkeit für Tibet zustimmen könnten, erwartet jedoch wohl niemand mehr.

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