ASEM-Gipfel


Auch in China ist man bereit aus Krisen zu lernen. Im Rahmen des europäisch-asiatischen ASEM-Gipfels, zu dem auch die deutsche Kanzlerin Merkel angereist ist, kündigte Regierungschef Wen Jiabao an, mit seinem Kabinett Gesetzesänderungen herbeiführen zu wollen, die schnellstmöglich strengere Kontrollmechanismen und Produktionsvorgaben insbesondere für Lebensmittel auf den Weg bringen sollen. Der Hintergrund solcher Statements ist offensichtlich. Der Melamin-Skandal um verseuchte Babynahrung hatte chinesischen Lebensmittel nicht gerade zu einem besseren Image verholfen, das man sich wünschen würde.
Nun will man sich zunehmend an international gültigen Standards orientieren, so der wichtigste Mann Chinas. Mit den neuen Qualitätsmaßstäben will man nicht nur das Vertrauen im eigenen Land in die Produkte des Landes verstärken. In der ganzen Welt soll „Made in China“ einen positiven Wandel erleben, nachdem über viele Jahre Produkte und Waren aus China eher als Billiggüter verschrieen waren. Von jetzt auf gleich wird der Skandal um die Babynahrung jedoch kaum verschwinden können. Hinzu kommt, dass umfangreiche Kontrollen in einem Land dieser Größenordnung zwar heute beschlossen, doch sicher erst mit einiger Vorlaufzeit umgesetzt werden können. Ein Umdenken ist in diesem Fall aber dennoch durchaus erfreulich.

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