Drei Tage Peking für die Kanzlerin


Ein richtiger Urlaub wird der Ausflug in die Hauptstadt der Volksrepublik China keinesfalls, denn die Politikerin und ihr diplomatisches Gefolge haben sich eine ganze Menge vorgenommen für die nächsten Tage. Zuerst zeigt sie Heimatverbundenheit und besucht ein Daimler-Automobilwerk. Vor allem jedoch wird die Bundeskanzlerin zahlreiche Gespräche mit hochrangigen Vertretern aus der Wirtschaft und Spitzenpolitikern führen, um die Lage der Weltwirtschaft zu analysieren. Vor Ort werden dabei auch Politiker aus Europa und verschiedenen anderen Ländern Asiens sein, um gemeinsam im Dialog zu überlegen, wie die Finanzkrise bewältigt werden könne.
Schon am heutigen Tag steht ein Treffen mit en Jintao, dem chinesischen Ministerpräsidenten auf der Agenda, morgen werden ebenfalls in kleiner Runde Wirtschaftsthemen den Dreh- und Angelpunkt der Gespräche bilden. Angela Merkel will sich dafür einsetzen, dass die so genannten Schwellenländer, zu denen China gehört, in stärkerem Maße am Aufbau neuer internationaler Finanzmarktstrukturen zu beteiligen. Pünktlich zum morgen beginnenden Asien-Europa-Gipfel, dem ASEM gehört zudem einmal mehr die Menschenrechtslage in China auf der Diskussionsliste, Treffen mit Vertretern ziviler Organisationen hat sich Merkel dabei ebenfalls vorgenommen, um sich dem Thema von allen Seiten zu nähern.

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