Coca Cola wird zum Paradebeispiel
By Matthias on Sep 19, 2008 in Politik
Auf der einen Seite sind die vielen chinesischen Getränkehersteller, die sich so gar nicht begeistert zeigen von den Plänen des US-Giganten Coca-Cola für den Markt in China.
Auf der anderen Seite entwickelt sich die Situation um die Übernahme des Fruchtsaftunternehmens Huiyuan zu einem echten Politikum, das in gewisser Weise stellvertretend dafür steht, wie weit sich China als Land wirklich der Internationalität zu öffnen bereit ist.
Neben den Vorwürfen der Mitbewerber auf dem einheimischen Markt prüft nun auch die chinesische Kartellbehörde die Vorhaben des US-Konzerns auf Herz und Nieren. Nationalismus und der Schutz des eigenen Unternehmenssektors, so viele Experten, steht dabei eher im Zentrum der Prüfungen als die wirkliche Sorge um eine mögliche Monopolstellung des Unternehmens Coca-Cola.
Und nicht nur Cola beklagt die reservierte Stellung der neuen Wirtschaftsmacht China. Am Standort der Handelskammer der EU in China beobachtet man schon seit einiger Zeit eine zunehmend nationalistische Stimmung, die sich auf das Verhalten gegenüber ausländischen Firmen negativ auswirke.
Immer mehr Unternehmen aus dem Ausland geben aus diesem Grund die Bestrebungen auf dem Markt in China auf, weil sie das berechtigte Gefühl haben, dass ihnen immer wieder Steine in den Weg geworfen werden.
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