Babynahrungsskandal betrifft alle Bereiche der Wirtschaft Chinas


So dramatisch die regelmäßigen Berichte über weitere Todesfälle und Erkrankungen beim Nachwuchs in China sind im Umfeld der verseuchten Babynahrung. Im Moment steht für die Wirtschaft in China aus Sicht der Experten deutlich mehr auf dem Spiel als „nur“ vergiftete Lebensmittel für die lieben Kleinen. Tatsächlich steht ausgelöst durch die Angst einflössenden Meldungen die Debatte über das Siegel „Made in China“ im Raume.
International sieht man Produkte aus China ohnehin noch immer oft und gerne als Billig-Ramsch, der mit Produkten aus dem Westen nicht zu vergleichen ist. Dass dem nicht so ist, daran hat man in China lange Zeit hart gearbeitet, die Erfolge stehen nun auf des Messers Schneide, ausgerechnet jetzt, da die Regierung durch die Austragung der Olympischen Spiele so aktiv am eigenen Image beschraubt hatte.
Waren, die aus China kommen, werden nicht als besonders hochwertig angesehen. Diese negative Position der Exporte wird nach dem Skandal um die Lebensmittel, durch die inzwischen mindestens vier Kinder ums Leben kamen und weit über 6000 vergiftet worden sind, weiterhin Bestand haben.
Schade, denn Unternehmen aus der Volksrepublik haben sich in den letzten Jahren große Mühe gegeben, aus der Ecke der Billigproduktionen heraus zu kommen, um nicht mehr nur als Land der Kopien bekannt zu sein.

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