Entziehungskur für Elefanten aus China erfolgreich


Manche Dinge muss man mit erlebt haben, um sie wirklich zu glauben. Dazu gehört die Geschichte des chinesischen Elefanten, der endlich seine Heroinsicht überwinden konnte, wahrlich auch.
Und dennoch stimmt die Geschichte von Xiguang, dem vier Jahre alten Asiatischen Elefanten, der auf einer Insel wahrlich und wahrhaftig eine Entziehungskur hinter sich gebracht hat in den vergangenen drei Jahren seines noch jungen Lebens.
Nach seinem gesundheitsbedingten Aufenthalt auf der Insel Hainan wird das wieder genesene Tier nun in einem Naturschutzgebiet wieder ausgewildert. Schmuggler hatte das arme Riesenbaby vor Jahren mit Bananen angelockt, die mit Heroin versetzt waren.
Der Handel mit Elfenbein ist nach wie vor ein florierendes Geschäft, insbesondere weil in China die Elfenbeinschnitzerei eine Jahrhunderte lange Tradition hat. Tränende Augen und Dauertrompeten hatten Experten auf die Drogensucht des Dickhäutern aufmerksam gemacht.
Wer hätte es gedacht, auch Elefanten wird der Drogenentzug mit dem Ersatzstoff Methadon erleichtert. Nach einem Jahr der Behandlung wurde die Dosis allmählich von den behandelnden Ärzten herab gesetzt, damit das Tier nun sein cleanes Leben in der Provinz Yunnan fortsetzen kann.

Asiatische Elefanten gehören zu den bedrohten Tierarten. Nach Schätzungen von Tierschützern leben nur noch etwa 25.600 bis 32.700 Exemplare in freier Wildbahn. Die Tiere werden häufig von Bauern getötet, weil sie auf der Suche nach Nahrung deren Felder zerstören. Wilderer machen wegen ihres Elfenbeins Jagd auf die Dickhäuter.

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