China und das Problem mit Minderheiten
By Matthias on Aug 30, 2008 in Bevölkerung
Schon in der Zeit der Vorbereitung Chinas auf die Olympischen Spiele gab es reichlich Kritik, weil es viele Randgruppen und Minderheiten in der neuen Wirtschaftsmacht gibt, die gerne verschwiegen und sozial ausgegrenzt werden.
Für die Besucher waren etliche Teile Pekings etwa nicht frei zugänglich, weil die Gäste nicht sehen sollten, unter welchen Umständen die benachteiligten Bewohner in Wirtschaftswunderland leben müssen. Zu diesen Gruppen gehören Behinderte und Arbeitlose ohne Sozialversicherung gleichermaßen.
Und trotz der Tatsache, dass in diesem Kontext von mehr als 70 Millionen Chinesen gesprochen werden muss, versucht die Regierung noch immer die sozial Ausgegrenzten unter Verschluss zu halten. Familien mit behinderten Mitgliedern werden allein gelassen und müssen sich um die Verwandtschaft auf eigene Kosten kümmern.
Bei vielen Menschen herrscht zudem weiterhin der Glaube vor, gehandicapte Menschen würden für Fehler aus einem früheren Leben bestraft … Nun finden wie immer nach den Sommerspielen im gleichen Land die Paralympics statt. Bürgersteige wurden eigens für die Rollstuhlfahrer abgeflacht, auch andere Vorkehrungen wurden getroffen, um es den Besuchern leicht zu machen.
Nun muss sich für die Zukunft zeigen, ob auch mit den eigenen sozial Benachteiligten im Lande langsam menschlicher umgegangen wird, oder ob es sich um eine weitere Eintagsfliege handelt, die ohne positive Veränderungen wieder vorübergeht.
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