Der Neubeginn nach Olympia


Kritiker werden es wieder einmal gewusst haben: Die Regierung in China wird die meisten der Lockerungen und Reformen aus der Zeit während der Spiele wieder zurücknehmen.
Aber eben nur manche. Aufmerksame Beobachter haben erkannt, dass trotz aller Kritikpunkte, die es in China selbstverständlich gibt, Veränderungen nicht nur im Gange sondern auch ausdrücklich erwünscht sind. Wie aber sollte ein Wandel von jetzt auf gleich in einem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen realisierbar sein? Auch diese Frage muss gestellt werden.
Sicher, die Menschenrechtslage ist nicht die beste und längst nicht auf westlichem Level angekommen. Aber dennoch konnten die Spiele in Peking, bei denen China sich als fast zu perfekter Gastgeber präsentiert, eine Öffnung in Richtung westlicher Gesellschaften entwickelt.
Zu hoffen bleibt nun nur, dass dieses Tor von keiner der beiden Seiten sofort wieder durch unberechtigte Kritik zugeschlagen wird. China kann in vielen Bereichen vom Westen lernen, wie man sicher mit rasantem Wachstum umgeht. Aber auch wir können von China lernen.
Vielleicht wie man es schafft, sich zu mobilisieren und wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen. Übrigens berichten Medienvertreter in China mittlerweile deutlich mehr Widerstand gegen Missstände durch Bürgervereinigungen und auch die Proteste sind zahlreicher als noch vor wenigen Jahren. Nur ist es nicht so spannend für die Presse, über positive Entwicklungen zu berichten wie über Skandale.

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