China will Nomaden Sesshaftigkeit aufzwingen


Bislang gibt es noch immer die typischen Nomadengruppen in Tibet, die inzwischen häufig mit Motorrädern ausgerüstet durchs Land ziehen, um mal hier und mal dort zu leben. Damit soll nun Schluss sein.
Chinesische Medien kündigten Pläne der Regierung an, die mehr als 70 000 dieser Nomaden zwingen sollen, innerhalb der nächsten fünf Jahre einen festen Wohnsitz in einem der vielen Ziegelhäuser in der Region Gansu niederzulassen.
Die bekannten internationalen Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch sehen schon jetzt nach Bekanntmachung der Maßnahmen einen Missbrauch der Macht Chinas im Umgang mit den Minderheiten in Tibet als drohend an. Wieder einmal versuche China Saubermann zu spielen, in dem Umsiedelungsaktionen umgesetzt werden sollen.
Das erste Mal werden solche Pläne nicht auf den Weg gebracht. Schon seit 2004 laufen staatliche Programme, die dafür sorgen sollen, dass die Nomaden mit ihrem Vieh nicht mehr jederzeit weiterziehen dürfen, sondern nur bestimmte feste Weideflächen nutzen dürfen.
Spekulationen gehen davon aus, dass die Regierung besonders daran interessiert sei, jederzeit zu wissen, wo sich die Stämme aufhalten. Dies lässt sich am besten durch eine Ansiedelung erreichen der Menschen erreichen.
In Regierungskreisen wird dies als Hilfsmaßnahme bezeichnet, damit die Menschen sich in Lehmhäusern eine feste Existenz aufbauen können. Von einem Mitsprachrecht für die tibetischen Nomaden ist bisher nichts zu vernehmen.

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