Sterben in Peking: Teure Rituale und lange Friedhofsanreisen
By Matthias on Aug 19, 2008 in Kultur
Wer im Westen sein Zuhause hat, kennt selbst in Großstädten lange Anreisen zu Friedhof eher nicht.
Die Gräber Verstorbener aufzusuchen, nimmt bei uns meist keine allzu langen Zeiten in Anspruch. In China und besonders in China sieht diese Sache hingegen schon ganz anders aus.
Obwohl es sich um eine solche Millionenmetropole handelt und in der zwangsweise auch regelmäßig viele Menschen sterben müssen, fällt es nicht leicht, im Stadtbild chinesischer Städte die Ruhestädten der Toten ausfindig zu machen.
Dies liegt daran, dass Friedhöfe in China in der Regel weit außerhalb liegen. Aus diesem Grund kommen viele Chinesen nur sehr selten an die Gräber ihrer Verstorbenen.
Trauerrituale gibt es dennoch.
Eines dieser Rituale ist etwa das Papiergeld-Verbrennen. Trotz oder wegen der Distanz zu den Friedhöfen spielt die Trauerarbeit – eben auch über besagte Rituale – eine überaus bedeutende Rolle für viele Chinesen. Nur eine regionale Verbindung benötigt man in China eben nicht.
Schon allein, weil die meisten Toten die letzte Reise ins Krematorium antreten. Schwierig ist es übrigens, als Besucher aus dem Ausland die Genehmigung zu erhalten, einen chinesischen Friedhof aufsuchen zu dürfen. Bei diesem Thema ist man recht eigen in China.
Post a Comment