China – Ein Land entdeckt die Religion wieder


So oder so ähnlich lauten die Überschriften der Artikel, die sich in zunehmendem Maße mit dem Stellenwert der Religion in der Volksrepublik befassen.
Auch und gerade in einem derart großen Land, das sich mit solchen Siebenmeilenstiefeln zur Wirtschaftsmacht empor gehoben hat, spielt die Sinnfrage eine wichtiger werdende Rolle. In China erleben gerade die christlichen Staatskirchen einen regelrechten, viele erwachsene Chinesen lassen sich taufen.
Zu den Gottesdiensten gibt es Warteschlangen, die sich hierzulande die Pfarrer nicht einmal im Traum vorstellen können. Neben dem klassischen Besuch der Gottesdienste und Messen hält jedoch auch das Modell der Hauskirche im Alltag der chinesischen Christen verstärkt Einzug.
So entwickelt sich ganz allmählich eine eigene Religionskultur im Land, in deren Umfeld viele Unternehmen ihren Mitarbeitern eine Art spirituellen Rückzugspunkt bieten, an dem sie sich besinnen und ihren Glauben praktizieren können. Aber nicht nur Katholizismus und Protestantismus erleben einen Aufschwung.
Vor allem die jüngere Generation findet den Zugang zum Buddhismus der tibetischen Ausrichtung. Wirklich überraschend ist diese religiöse Tendenz für Experten indes nicht.
Denn überall, wo die Entwicklung so zügig voranschreitet, stellen sich die Menschen Fragen nach ethischen Grundbedingungen und danach, wohin die eigene Reise des Lebens gehen. Dies ist im Sinne einer Entschleunigung das nötige Gegengewicht zum Alltagsstress.

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