Eine Fackel unter Polizeischutz


Sicherheit hatten sich viele der Reisenden, die den Weg nach China zu den Olympischen Spielen gefunden haben, sicher doch zunächst etwas anders vorgestellt.
Die Bilder von Polizei- und Militäreinheiten, die durch Peking und über den Platz den Himmlischen Frieden patrollieren, muten schon flau in der Magengegend an und erinnern viele der Einheimischen an eine frühere Zeit, die sie lieber vergessen hätten.
Die Angst vor Anschlägen ist es, die bei der Regierung die Anforderungen an die Sicherheitsvorkehrungen weiter verstärkt hat. Im Zusammenspiel mit Bildern von Sportlern, die aus Protest gegen die Luftverschmutzung über Peking mit Mundschutz den Flugplatz verlassen, sind die Parallelen zu diversen Spielfilmen nicht von der Hand zu weisen.
Dabei hat der vermeintliche Kontrollwahn der Beamten im Einsatz doch Gutes im Sinn: Nämlich, die Bürger Pekings und ihre Gäste aus der ganzen Welt vor der Gewalt von Terroristen zu schützen.
Vielleicht sollte sich der Westen einmal die Redewendung „andere Länder, andere Sitten“ vor Augen führen und nicht unentwegt nur nach kritisierbaren Dingen suchen, sondern sich etwas mehr auf die Gegebenheiten einlassen und das Beste aus der Situation machen.

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