Der olympische Geist und die bloggenden Sportler
By Matthias on Aug 6, 2008 in Kultur
Auf klare Ansagen mussten die Sportler auf internationale Ebene bislang vergeblich warten. Dafür kamen in vielen Ländern aus den eigenen Sportverbänden fragwürdige Vorschriften darüber auf, was die Sportler und Sportlerinnen in Blogs oder den Medien äußern dürfen, oder besser eben nicht.
Nun, zwei Tage vor dem Beginn der Spiele in Peking gibt es eine offizielle Richtlinie, die sich wie bei den zahllosen Journalisten aus aller Welt auch an der Regel 49 aus der Satzung der Spiele orientiert. Bloggen scheint nun also für die Athleten erlaubt. Nur um welchen Preis.
Insgesamt gibt es neuerdings 13 Regeln, die genau bestimmen, was die Aktiven in Blogs mitteilen und was ihnen verboten ist und zum sofortigen Ausschluss führen kann.
Besonders auffällig ist dabei die Richtlinie, dass die Berichte keine Statements enthalten dürfen, die sich auf Firmen beziehen, die nicht unter den offiziellen Sponsoren der Olympischen Spiele zu finden ist. Ebenfalls untersagt sind Meldungen, die für Sicherheit der Spiele bedenklich sein könnten. Nur, was darunter genau zu verstehen ist, weiß derzeit niemand so genau.
Ein Satz bringt es jedoch auf den Punkt: Die Einträge müssen stets im Einklang mit dem Geist der Spiele stehen. Im Klartext mag dies heißen: Positives gerne, aber negative Beiträge sind unerwünscht.
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