Mit Ankunft des Olympischen Feuers lässt China Demonstranten frei


Es war absehbar, dass vor den Olympischen Spielen auf chinesischer Seite noch etwas zum Thema Tibetkonflikt passieren würde. Dafür war die Kritik gegenüber dem Vorgehen der Polizei und der Regierung schlicht zu öffentlich und zu erheblich. Nun ist die Fackel mit dem Olympischen Feuer also endlich in China angekommen und China zeigt sich von seiner großzügigen Seite und lässt zahllose Demonstranten frei.
Die vorübergehenden Gefängnisinsassen waren größtenteils Demonstranten, die Mitte Mai an den Protesten gegen die chinesische Tibetpolitik beteiligt und während der Auseinandersetzungen festgenommen worden waren. Dabei handelt es sich der Basler Zeitung zufolge um mehr als 1000 Demonstranten, die nun endlich wieder auf freiem Fuß sind. Die exakte Zahl nennt Palma Trily, die tibetische Vizepräsidentin.
1157 Menschen werden freigelassen, nur 42 der Festgehaltenen seien bisher gerichtlich wegen ihres Verhaltens bei den teils gewalttätigen Ausschreitungen zu (Gefängnis-)Strafen bis zu lebenslänglich verurteilt. Als großen Akt der Güte im Vorfeld der Sommerspiele sollte man diese Maßnahme der Regierung nun nicht betrachten. Die freigelassenen Demonstranten hatten sich nichts oder nur Kleinigkeiten zuschulden kommen lassen und konnten ohnehin ohne triftigen Grund nicht länger festgesetzt werden, so die großen Menschenrechtsorganisationen.

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