Regierung in Peking hat Microsoft im Auge


Auch in China wird nach und nach Widerstand gegen obskure Machenschaften großer Wirtschaftskonzerne laut. Im Besonderen hat das noch relativ junge Urheberrechtsamt des Staates die Arbeitsweisen großer IT-Unternehmen unter der Lupe, allen voran die Softwarekonzerne. Der Riese Microsoft könnte nun der erste Hersteller sein, bei dem die Ermittlungen zu einer Monopolklage führen.
Das Amt überprüft in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen die Politik der betreffenden Unternehmen, wie „Der Standard” mit Verweis auf das chinesische Börsenmagazin Shanghai Securities News schreibt. Pünktlich im August wird es in China ein Anti-Monopol-Gesetz gegen, das dabei helfen soll, Unternehmen mittels Klage gegen mögliche Monopolschäden durch andere Firmen zu stärken.
In China kam Microsoft nun in den Blickpunkt der Beamten, weil die klassischen Produkte wie Windows und Office im chinesischen Handel zusammen höhere Kosten verursachen als die Neuanschaffung eines Rechners. Die vermeintlichen „Wucherpreise“ seien nicht zuletzt auch mitverantwortlich für die hohe Zahl der Raupkopierer, so die Behörde. Für Microsoft sind die Vorwürfe ganz und gar keine neuen. Schließlich hatte die EU schon mehrfach Wettbewerbsstrafen in großen Stil ausgesprochen gegen das Unternehmen. Nun rücken auch andere – zumeist westliche Produzenten – ins Interesse der Ermittler in Peking.

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