Schmidt kritisiert westliches Verhalten gegenüber China


Im Handelsblatt findet sich ein Beitrag über Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der so ganz und gar nicht der Haltung der so genannten westlichen Welt gegenüber China einverstanden ist. Seine kritischen Äußerungen im Vorfeld der China-Reise des Außenministers Steinmeier sind gewohnt deutlicher Natur. Es geht vor allem um die Tibet-Debatte.
Schmidt warnt vor einem „wilhelminischen Belehrungsverhalten“ des Westens in Richtung China. Tibet, so Schmidt, gehöre im Grunde bereits seit dem 13. Jahrhundert als Teil zu China, Demokratie und Menschenrechte nach unserer westlichen Auffassung könne man mit der Lebensweise dort vor Ort schlicht vergleichen. Schmidt, der sich sonst nicht zur Tagespolitik in Deutschland öffentlich äußerte, wies auf die Verbesserungen hin, die seit der Annektierung Tibets durch China stattgefunden hätten. Zuvor hätten in der Region die Priester bestimmt.
Indirekt bezieht der große, alte Mann der deutschen Politlandschaft nun doch Stellung zur Tagespolitik, denn die „Tibet-Frage“ ist ein heißes Eisen in der großen Koalition in Berlin. Politiker der Koalition und der anderen Fraktionen erwarten mit Spannung, wie Außenminister Steinmeier bei seiner Reise nach Peking den Dialog zum brisanten Thema in Gang bringt.

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