Demonstrationen nach Einsturz einer Schule
By Matthias on Jun 3, 2008 in Bevölkerung
Im chinesischen Dujiangyan kam es nach dem Einsturz einer Schule zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und aufgebrachten Eltern.
Die knapp 100 Eltern hatten sich versammelt, um im Krisengebiet nach dem Erdbeben gegen bauliche Mängel zu demonstrieren. Diese seien ihrer Meinung nach dafür verantwortlich, dass die Schule am 12.Mai einstürzte und mehr als 270 Schüler zu Tode drückte.
Die Eltern trugen Fotos ihrer Kinder mit sich, um so den Druck zu erhöhen, dass die Politik gezwungen wird, etwas gegen die katastrophalen Bedingungen zu unternehmen.
In der Basler Zeitung steht geschrieben, dass die Eltern lautstark protestierten und den Gang vor Gericht ankündigten, während sie von der Polizei vor Ort weggezerrt wurden.
Dabei sind die Wünsche der trauernden Familien mehr als nachvollziehbar, denn für die gesamte Provinz Sichuan geht man von etwa 7000 zerstörten Klassenzimmern aus, die noch immer ein hohes Sicherheitsrisiko für das Leben der Kinder und Jugendlichen bedeuten.
Das schlimmste Erdbeben seit 30 Jahren hat schließlich schon genug Opfer auf dem Gewissen. Statements von politischer Seite in den Medien hat es nach den Protesten noch nicht offiziell gegeben.
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