Geldstrafen für Plastiktüten-Ausgabe
By Matthias on Jun 2, 2008 in Politik, Umwelt
Ob es bei den neuen Richtlinien in China, von denen der Kurier berichtet, nun um vorbildlichen Umweltschutz geht oder die neuen gesetzlichen Regulierungen nur vor dem Hintergrund der sinkenden natürlichen Ressourcen in Kraft treten, ist an sich nicht weiter bedeutend.
Mutter Natur wird sich gewisslich so oder so freuen, dass chinesische Verbraucher nun ihre eigenen Taschen mit zum Einkauf nehmen müssen.
Denn in den Geschäften wird es nun keine gratis Plastiktüten mehr geben wie bisher noch üblich. Die Regierung in Peking untersagt – angeblich aus Gründen des Umweltschutzes – ab sofort Geschäften, ihren Kunden kostenlose Plastiktaschen zu schenken.
Auf diese Weise soll der Energieverbrauch verringert und der Umweltverschmutzung ein Riegel vorgeschoben werden. In Zukunft müssen Käufer und Käuferinnen für Plastiksäcke und Stofftaschen Summen zwischen umgerechnet 1,9 und 93 Cents berappen im Laden.
Grund für das neue Gesetz ist die Einsicht, dass nicht auf Dauer Tag für Tag Plastiktüten in der bisherigen Menge verbraucht werden dürften und könnten. Für die Produktion der Taschen seien 1300 Tonnen Öl notwendig, das müsse geändert werden.
Immerhin entsprächen die Taschen bis zu 5% der Müllproduktion in China pro Tag, so das Ergebnis einer Studie des nationalen Entwicklungskommission. Unternehmen, die auch weiterhin ihren Kunden Plastiksäcke schenken, müssen mit empfindlichen Geldstrafen in einer Höhe bis zu 926 Euro rechnen.
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