Verärgerung über Deutschland-Besuch des Dalai Lama


Während das Oberhaupt der Tibeter in Bochum zu weltweiter Gewaltlosigkeit aufrief, zeigt man sich an politisch verantwortlicher Stelle in China erbost darüber, dass der Dalai Lama Deutschland nun doch einen Besuch abstattet.
In der TAZ steht zu lesen, dass die Botschaft Chinas dem Unmut über die Reise des im Exil lebenden Dalai Lama per Telefon Luft gemacht habe.
In erster Linie würde man am liebsten das Treffen mit der deutschen Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul verhindern, dass für den Montagmorgen angedacht ist.
Die Bundesregierung bestätigt die telefonische Kritik, weitere Aussagen gibt es jedoch nicht.
Dabei ist die Ministerin die einzige Regierungspolitikern, die mit dem Dalai Lama sprechen wird, nachdem Bundespräsident Köhler und Au0enminister Steinmeier ein Gespräch abgelehnt hatten.
Die Bundeskanzlerin weilt derzeit auf ihrer Lateinamerika-Reise und muss sich daher gar nicht erst in politisch brisante Entscheidungen verstricken.
Die Verstimmung in China über die Gespräche mit dem Tibeter erklärt sich dadurch, dass man der Ansicht sei, dass der Dalai Lama trotz aller Aussagen nach wie vor an der Unabhängigkeit Tibets festhalte. Deutschland habe sich in diesem Kontext eindeutig zu einer „Ein-China-Politik“ bekannt.
Aus politischer Sicht stünden die momentanen Treffen konträr zu den Stellungnahmen der vergangenen Zeit.

Post a Comment