China sucht händeringend qualifizierte Facharbeiter


Ein Problem, dass früher oder später auf eine derart rasant boomende Wirtschaft zukommen musste, greift die FAZ am Abend online auf. Das Land mit der größten Bevölkerung hat versäumt, rechtzeitig im notwendigen Maße in die Ausbildung von Facharbeitern zu investieren. Nun gehen dem Land die Fachkräfte allmählich aus.
Wohin dies führen wird, liegt auf der Hand. Wo ohnehin schon zu wenig gute Arbeitskräfte vorhanden sind, gehen zunehmend fähige Handwerker und andere Mitarbeiter aus. Dabei werden gerade jetzt so viele Arbeitskräfte gesucht, in einer Zeit, in der monatlich 3000 und mehr Firmen aus dem Ausland das Land als Wirtschaftsstandort entdecken.
Das geht soweit, dass etwa Unternehmen wie die deutsche Firma Würth, die im Bereich der Schraubenherstellung tätig ist, inzwischen Mitarbeiter aus China nach Deutschland holt, um ihnen hier vor Ort das wichtige nötige Know-how zu vermitteln in Lehrgängen. Denn viele Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in China trotz aller Fortschrittlichkeit schlicht gar nicht.
Das „chinesische“ Problem liegt darin, dass die Arbeitergruppen im Prinzip zweigeteilt: Das Mittelfeld der klassischen Ausbildungsberufe gibt es nicht. Entweder sind die Arbeitnehmer im Besitz einer universitären Ausbildung oder ungelernt. Dazwischen existiert nur bedingt Spielraum. Der Artikel in der FAZ beleuchtet spannend die möglichen Gründe für dieses Dilemma. Die Ein-Kind-Politik ist nur ein Grund von vielen.

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