Regierung Chinas ruft Bevölkerung zur Ordnung
By Matthias on Apr 23, 2008 in Sonstige News
Allen Vorwürfen die Tibet-Lage betreffend, muss auch erkannt werden, dass sich die Regierung in Peking durchaus bemüht, zur Entschärfung der Situation beizutragen, um die Zeit bis zu den Olympischen Spielen zur Völkerverständigung zu nutzen.
Die Regierung rief nach einem Artikel der SZ die Bürger dazu auf, die Proteste gegen Freitag zu beenden.
Die Emotionen kochten in den letzten Tagen hoch, nachdem es beim olympischen Fackellauf in Paris zu pro-tibetischen Demonstrationen gekommen war.
In China kam es daraufhin zu einem Boykott, unter dem etwa die Handelskette Carrefour und die Hersteller französischer Waren leiden mussten. Das chinesische Handelsministerium veröffentlichte eine Erklärung, die bestätigt, dass das Unternehmen Carrefour sich ausdrücklich für die Spiele und gegen eine Unabhängigkeit Tibets ausgesprochen habe. Die unterstellte Aktivität zur Stärkung der Exil-Tibeter sei nichts als ein Gerücht.
Politik und Medien China riefen das Volk zu einem gesunden Patriotismus auf, der von Toleranz geprägt sein sollte. Schwierig gestaltet sich die Kommunikation zwischen China und Frankreich jedoch nach wie vor. Die Ernennung des Dalai Lama zu Ehrenbürger der Stadt Paris hatte in China als „bloße Provokation“ für politische Verstimmung gesorgt. Noch immer sieht man in Peking das Problem mit den Unabhängigkeitswünschen der Tibeter als rein chinesisches an, das man alleine lösen müsse.
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