Besuch aus Australien: Kritik an China von unerwarteter Stelle


In „Down Under“ selbst stießen die Äußerungen des eigenen Premierminister auf Verwunderung und offene Ohren zugleich.
Während seines Besuches in China äußerte sich Premier Rudd erstaunlich offen zur Lage der Menschenrechts-Situation in China. Anders als sein Vorgänger beendete Rudd mit seinem offiziellen Statement die Zeit der „sanften“ China-Politik.
Es müsse sich im größerem Maße etwas an der chinesischen Politik die Menschenrechte betreffend ändern, auch wenn es erste Verbesserungen gegeben hat. Auch weiterhin müsste die Regierung im stärkerem Maße daran arbeiten, die Rechte der Bürger zu respektieren und zu schützen, statt Angst zu schüren und Restriktionen durchzusetzen gegen die Ansätze der Regierungskritiker.
Aus früheren liberal-politischen Zeiten waren Australiens Polik-Promis eher dafür bekannt, die Thematik zu vermeiden, höchsten jedoch unter vier Augen das Thema anzuschneiden. Zu offener Kritik ist es dabei bislang nie gekommen.
Verwundert ist man in Pressekreisen vor allem deshalb über die Kritik Rudds, weil dieser in seiner Zeit als Diplomat zeitweise in China arbeitete. Insbesondere vor dem Hintergrund der Bedeutung Chinas für die australische Wirtschaft waren gänzlich andere, zurückhaltendere Worte erwartet worden für die anstehenden Gespräche mit chinesischen Politik-Vetretern, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet.

Post a Comment