China warnt Anbieter von Online-Karten vor “Falschangaben”


Einem Bericht von Zdnet ist zukünftig Vorsicht für die Betreiber von Internetseiten geboten, die Nutzern Einblick in Karten mit territorialen Grenzverläufen anbieten. Die politische Führung Chinas hat angekündigt, ab sofort Kontrollen durchzuführen, um falsche Angaben abzustrafen. Hintergrund der neuen Regelung ist der Streit zwischen Behörden und Anbietern um das „Land“ Taiwan. Aus chinesischer Sicht ist Taiwan kein eigenständiges Land und darf somit auch nicht als individueller Teil auf Karten vermerkt sei. Im Land selbst drohen mindestens 10000 Anbietern Konsequenzen, wenn sie in den Blick der Kontrolleure kommen. Aber die Regierung geht noch weiter. Auch internationale Services wie die von Google und Microsoft, die auf Basis von Satellitenbildern arbeiten werden kontrolliert und im Ernstfall von Regierungsseite unterbunden, sofern die Angaben nicht Regierungskonform sind. Dies äußerte Min Yiren, der den Posten des stellvertretenden Direktors beim Amt für Kartografie innehat.
Insgesamt sind es planmäßig acht Behörden, die an der Aufspürung falscher Angaben in Internet-Portalen und auf anderen Webseiten beteiligt sind. Das alles geschieht unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit. Auch die Bürger selbst können und sollen sich mithilfe von Hotlines an der Aufspürung nicht staatskonformer Webseiten beteiligen.

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