Keine Zurückhaltung Chinas im Tibet-Konflikt zu erwarten


Die Regierung Chinas um Ministerpräsident Wen Jiabao hat angekündigt, mit härteren Bandagen gegen die tibetischen Demonstranten und die Sympathisanten vorzugehen. Nach den Äußerungen des tibetischen Oberhauptes, des Dalai Lama, ist dies für viele recht überraschend gewesen.
Von einem Kampf auf „Leben und Tod“ ist inzwischen die Rede bei chinesischen Politikern der Kommunistischen Partei.
Oberstes Ziel sei es, die Ruhe und das gewohnte politische Klima in Tibet wiederherzustellen, eine Unabhängigkeit Tibets sei indiskutabel.
Ein Statement der Partei geht noch weiter, indem von Sabotage-Ansätzen der Tibeter gegen die Durchführung der Olympischen Spiele in Peking gesprochen wird.
Gewohnt gegen die Angaben der Festnahmen weit auseinander. Die Tibeter sprechen mittlerweile von mehr als 100 Festnahmen, China bestätigt lediglich Zahlen zwischen 12 und 20 Demonstranten.
Wirklich zuverlässige Zahlen gibt es allmählich nicht mehr, nachdem die Regierung Chinas die Kontrolle über Internet und Medien ergriffen hat.
Milde Behandlung versprechen sich die Demonstranten, die sich nach dem Versprechen der Besatzungsmacht bis Montag stellen und den Widerstand beenden.
Auch die Gegenseite kündigt Konsequenzen an, sollten die gewaltätigen Proteste nicht umgehend beendet werden. Der Dalai Lama spricht von einem möglichen Rücktritt.

6 Comment(s)

  1. Ich hatte in den nächsten Monaten eine Reise mit der Bahn nach Lhasa geplant. Ich glaube diesen Plan kann ich aufgrund der aktuellen Geschehnisse begraben.
    Vor allem die fadenscheinigen Begründungen der chinesischen Regierung sind bedauerlich.

    Viele Grüße
    Lukas

    Lukas | Mrz 21, 2008 | Reply

  2. China-Tibet-Konflikt

    Neuigkeiten; Hintergründe; Aufruf

    Aufgrund der schnellen und negativen Entwicklung im Tibet-Konflikt sendete ich vor einigen Tagen eine Mail an einige Menschen, mit der Bitte einen Aufruf zum Boykott chinesischer Produktionsgüter zu starten.

    Die entstandenen Fragen daraufhin waren vorwiegend folgende:

    -Wie lässt sich das realisieren, bzw. geht das überhaupt bei der Übermacht chinesischer Produkte auf dem Markt?

    -Was soll das bringen?

    -Warum gerade Tibet als unterdrücktes Land unterstützen, wenn es doch so viele gibt?

    Diese Fragen sind natürlich wichtig und berechtigt und die Gedanken dazu müssen zum Teil noch zu Ende gedacht werden.

    Aber einiges kann dazu schon gesagt werden.

    Ein hundertprozentiger Boykott Chinas ist wohl nicht zu realisieren, aber Chinas Wirtschaft derzeit zu unterstützen ist auf der anderen Seite gleichfalls inakzeptabel für viele Menschen.

    An vielen Stellen lassen sich chinesische Produkte ohne Probleme erkennen und umgehen, an anderen Stellen ist das schwieriger, schon weil es auch manchmal nur um einzelne Bauteile geht. Die chinesische Wirtschaft ist jedoch das einzige, was wir als einzelner Bürger direkt beeinflussen können. Deswegen sollten wir diese Chance auch nutzen.

    Es geht dabei auch nicht darum, China in den Ruin zu stürzen oder wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. Aber was mit einem Massenboykott möglicherweise erreicht werden kann, ist die internationale Präsenz und Anteilnahme zu zeigen; und zwar so unmissverständlich, dass Chinas Regierung die Missstimmung bemerken muss, wenn sie die Entwicklung betrachtet.

    Was es bringt und ob überhaupt ist durchaus fraglich aber an dieser Stelle bleibt nur wiederholt zu betonen, dass es der einzige Weg ist, einzugreifen.

    Auch von der Regierungsebene her kommen mehr und mehr Stellungnahmen. Doch das reicht nicht! Vor China haben alle Angst. Es ist ein sehr wichtiger Wirtschaftspartner für alle Industrienationen und hat international einen festen Platz im Gefüge.

    Wenn der Einzelne in dieser Sache nichts unternimmt, wird so schnell nichts getan.

    Dazu kommt noch, dass es sowieso fraglich ist, wie sich das Mächtegefüge Tibet-China verhält. Wir Europäer können uns in diese Frage eigentlich nicht einmischen.

    Zur Geschichte des Konfliktes ist Interessantes unter folgendem Link nachzulesen:

    http://www.netzpunkt.de/konflikt/tibet/GESCHICH.HTM

    Aus meiner Sicht geht es bei einer notwendigen Stellungnahme jedoch nicht darum den Tibetern oder den Chinesen Recht zu geben in ihren Forderungen und Zielen, sondern darum China zu verdeutlichen, dass ihr Vorgehen in diesem Konflikt international nicht anerkannt wird. Es ist nicht möglich und auch nicht angebracht, den Chinesen unsere Vorstellungen von Gesellschaft und Politik, von Demokratie aufzuzwingen. Doch hier geht es um Menschenrechtsverletzungen die wir nicht dulden dürfen.

    Die relative Größe unseres Planeten wird dank Kommunikationstechnik und globalen Reisemöglichkeiten immer kleiner. Desto schwieriger wird es für uns wegzuschauen, wenn auf der anderen Seite (so weit weg…) derartige Dinge passieren. Und desto wichtiger wird es für uns auch, dass wir nebeneinander zumindest in Toleranz leben können.

    Es wird nun zunehmend schwierig, einen Bericht zur Sachlage zu bekommen. Ausländische Journalisten sind mittlerweile nicht mehr vor Ort vertreten. Die letzte Meldung gibt an, dass China die Truppenstärke in Tibets Hauptstadt Lhasa weiter aufgestockt hat.

    Bei jedem Beitrag muss man nun also befürchten, dass der Wahrheitsgehalt minimalistisch ist. Auch wird sich die Menge der Informationen in den nächsten Tagen wohl stark verringern.

    Trotzdem gilt es, diese Sache nicht aus dem Gedächtnis zu verlieren.

    Ich rufe also zum wiederholten Mal auf:

    Boykottiert bis auf weiteres chinesische Produktionsgüter.

    Mobilisiert Menschen diesem Aufruf zu folgen und ihn zu verbreiten.

    Geht auf die Straße und demonstriert.

    Verlasst Euch nicht darauf, dass andere die Sache regeln!

    Je mehr Präsenz gezeigt wird, desto mehr darf man sich anmaßen zu glauben, dass die öffentliche Meinung auch gehört wird!

    Dieser Text darf gern verbreitet und zur weiteren Arbeit geändert werden.

    Vielen Dank im Voraus…

    Zum Schluss noch eine alte Indianerweißheit: „Unsere Welt haben wir von unseren Vorfahren geerbt und von unseren Nachfahren geliehen.”

    Es wäre schön, wenn wir sie später noch rechtfertigen könnten. Denn wir leben jetzt und wir schreiben jetzt Geschichte.

    zettine | Mrz 22, 2008 | Reply

  3. Hallo,
    ich finde den Boykott chinesischeer Waren sehr gut. Es ist in der Tat der wirkungsvollste Protest, denn der Rückgang im Absatz der Produkte tut weh.Wie wirkungsvoll er ist hängt davon ab, wieviele Menschen sich daran beteiligen.Auf Einsicht unserer Wirtschaft zu bauen iasr naiv, denn dort geht es ausschließlich um Profit (zu anderen Zeiten wurde auch aus Profitgründen Cyklon B nach Auschwitz geliefert).
    Vielleicht ist ves auch sinnvoll, Briefe an die chin. Botschaft zu schreiben, nicht vorwurfsvoll, sondern darin klarmachen, dass China sich selbst durch die Menschenrechtsverletzungen schadet.

    Wolfgang

    Wolfgang | Apr 7, 2008 | Reply

  4. how some foreign media manipulate the evidence of tibet
    http://www.youtube.com/watch?v=3Bt2zkad_Uw&NR=1

    don’t understand at all, why most western media made a same mistake at the same time? were they catching a same virus in their mind?

    and I can’t believe that how naive the western people are. they even don’t think about it with their own mind and just believe in what their media said. come on! are you guys so stupid or you have same bias to china as what your media or government have.

    we know in our country we have a lot of problem. we need your help but not your lies against us.

    have you been to tibet?
    have you learnt anything about tibet history?
    have you heard about “tibet dairy”?

    if not, then keep you mouth shut and try to know a little bit the real tibet, than make your judgement.

    sonja | Mai 9, 2008 | Reply

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