Unruhen in Tibet kommen nicht zur Ruhe
By Matthias on Mrz 17, 2008 in Bevölkerung, Politik
Nachdem der Dalai Lama selbst sich nun eingemischt hatte und der chinesischen Regierung kulturellen Völkermord vorgeworfen hatte, ist ein Ende der Auseinandersetzungen in Tibet nicht in Sicht. Mit Panzern rückt das Militär gegen die Demonstranten inzwischen vor, Dutzende Opfer hat es einem Heise-Artikel nach bereits gegeben, auf beiden Seiten.
Vielmehr weiten sich die Unruhen weiter aus, Human Rights Watch berichtet , dass für Llasa mittlerweile ein völliges Ausgangsverbot verhängt wurde, während etliche Kloster umstellt wurden, um den Mönchen den Ausgang zu verwehren.
Angesichts der bevorstehenden Olympischen Spiele im Sommer scheint man sich in China dazu entschlossen zu haben, mit aller Härte gegen die Widerstände vorzugehen, und keine weiteren Proteste zuzulassen. Diese Vermutung bestätigt auch die enorme Zahl der Verhaftungen.
Inzwischen wird auch rigoros versucht, die Verbreitung von Handy-Videos und Digitalfotos über das Internet mit Portalen wie Youtube zu verhindern. Zu diesem Zwecke wurde der komplette Zugang zur Internetseite gesperrt.
Nun muss sich zeigen, wie und ob die Konflikte auf politischem Wege doch noch zu einem halbwegs glimpflichen Ende gebracht werden können.
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