Wir müssen draußen bleiben – In China gibt’s keine Mickey Maus mehr


So mancher deutsche TV-Zuschauer würde es sich wünschen, dass der Staat ein bisschen mehr im Blick hat, was da so den Weg ins allabendliche Programm findet.

Der Hintergrund des chinesischen Zensurprogramms, das kein generelles Verbot darstellt, jedoch einen mehr als faden Beigeschmack hat, ist ein rein wirtschaftliches und hat im Prinzip keinen kulturellen Hintrergrund.
Ab dem 1. Mai werden in den so genannten „goldenen Stunden“ – in der Zeit zwischen 17 und 21h – keine ausländischen Zeichentrickfilme mehr ausgestrahlt, wie sich hier aktuell nachlesen lässt.
Das gab die staatliche Radio- Film-, und Fernsehverwaltung bekannt für die kommende Regelung der allabendlichen Primetime.
Auch die Werbung für Filme, deren Ursprung nicht in China liegt, darf in der festgelegten Zeit nicht über die Mattscheibe gehen.
Mit dem aktuellen Gesetz wurde die einstmalige Basis um eine Stunde verlängert, denn im Sommer 2006 wurde das Verbot bereits für die Zeit zwischen 17 und 20h verhängt.

Um bloße Zensur geht es Sicht der Regierung bei den neuen Regeln ganz und gar nicht.
Vielmehr soll nun auch die heimische Filmwirtschaft den Erfolgsweg der anderen Wirtschaftszweige antreten, auch wenn ein wenig nachgeholfen werden muss mit einem solchen Gesetz.

Allein vergangenen Jahr 2007 verzeichnete die chinesische Zeichentrick-Branche die Produktion betreffend ein Wachstum von 23 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Die Branche stellte insgesamt Material mit einer Länge von fast 102 000 Minuten her, die nun natürlich auch gesendet werden sollen.

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